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KI Agenten erstellen: Dein erster Agent als Einzelkämpfer (2026)

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Ki Agent 2026: Alex Hurschler zeigt wo du anfangen kannst.

Zuletzt aktualisiert: 30. Juni 2026

KI Agenten erstellen als Einzelkämpfer braucht kein Programmierwissen und keine Technik-Vorkenntnisse. Was es braucht, ist Klarheit darüber, welche Aufgabe dein erster Agent übernehmen soll. In diesem Beitrag zeige ich dir, wie ich meinen ersten Agenten gebaut habe, was ich dabei beobachtet habe, und warum der erste Agent nicht der klügste sein muss, sondern der, der täglich die grösste Reibung wegnimmt.

Warum die meisten nie ihren ersten Agenten bauen

Vor ein paar Wochen sass ich in einem Call mit 22 Einzelkämpfern. Coaches, Berater, Fachexperten. Alle hatten KI Tools installiert. Die meisten hatten schon mit ChatGPT herumprobiert. Ich fragte in die Runde: "Wer hat gerade einen Agenten laufen?"

Stille.

Keine Scheu. Keine Verlegenheit. Nur Stille. Irgendwann sagte eine Teilnehmerin das, was danach fast jede bestätigt hat: "Ich weiss ehrlich gesagt nicht, wo ich anfangen soll."

22 Menschen. 4 Tage. Jede dieser Personen hatte denselben Satz.

Das ist kein Wissens-Problem. Sie hatten alle Kurse gemacht, YouTube-Videos geschaut, Artikel gelesen. Das Problem war etwas anderes. Ich habe dieses Muster erkannt, weil ich es selbst kannte. Ich war Legastheniker. Ich hatte ADHS. Die Schule hat mir erklärt, ich sei zu langsam und zu unstrukturiert für alles. Jahrelang habe ich das geglaubt. Bis ich begriffen habe: Mein Problem war kein Wissen. Mein Problem war das Denksystem dahinter.

Wer nicht weiss, wie er denken soll, kann noch so viele Anleitungen lesen. Er bewegt sich nicht.

Das ändert sich heute.

Was ein KI Agent wirklich ist

Ich beobachte immer wieder, wie Menschen mit KI umgehen als wäre es eine digitale Betreuungsperson. Sie schreiben "Könntest du mir bitte helfen" und warten darauf, dass das Tool die Verantwortung übernimmt. Es fühlt sich gut an. Aber es funktioniert nicht gut.

Ein KI Agent ist kein Wunderkind. Er ist ein Mitarbeiter.

Auf Deutsch gesagt: Du gibst ihm eine klar definierte Aufgabe, er führt sie aus, du prüfst das Ergebnis und korrigierst wenn nötig. Das nennt sich im Militär Kommandieren, Kontrollieren, Korrigieren. Drei Schritte, immer in dieser Reihenfolge.

Der Unterschied zwischen Prompting und einem echten Agenten ist dieser. Beim Prompting stellst du jedes Mal eine neue Frage. Beim Agenten hast du einmal definiert, wer dieser Mitarbeiter ist, was er tun soll und wie er es tun soll. Danach läuft er. Ohne dich. Auch wenn du schläfst.

Wenn du verstehen willst, wie ich von 65 Angeboten auf Kajabi in 2 Minuten auf 6 reduziert habe und welche Rolle KI Agenten dabei gespielt haben, lies meinen Post Was ich nach 8 Monaten mit Claude Agents gelernt habe.

Und wenn du noch nicht weisst, was grundsätzlich den Unterschied zwischen einem KI Chatbot und einem echten Agenten macht, dann empfehle ich dir zuerst den Beitrag Was sind KI Agenten.


Ich baue jeden Monat live in der Community einen neuen Agenten auf. Du schaust zu, stellst Fragen, kopierst den Prompt. CHF 97 im Monat. Schau rein.


Wie du weisst, welchen Agenten du zuerst brauchst

Das ist die Frage, die fast jeder falsch stellt.

Die meisten suchen nach dem besten Agenten. Dem nützlichsten. Dem strategisch wichtigsten. Das ist der schnellste Weg, keinen zu bauen.

Hier ist die Frage, die ich stelle: Was ist die Aufgabe, die dir täglich oder wöchentlich die meiste Energie nimmt, nicht weil sie schwierig ist, sondern weil sie sich wiederholt?

  • Emails nach immer gleichen Mustern beantworten
  • Social Media Posts für verschiedene Plattformen umschreiben
  • Feedback auf Kundentexte geben nach denselben Kriterien
  • Wochenberichte zusammenfassen aus Notizen
  • Fragen von Interessenten zu ähnlichen Themen beantworten

Die Aufgabe, die dir gerade in den Sinn kommt? Das ist dein erster Agent. Nicht die spannendste. Nicht die strategisch grösste. Die eine Aufgabe, die täglich Reibung erzeugt.

Bei einer meiner Kundinnen war das ein Social Media Assistent. Nicht weil Social Media das Wichtigste in ihrem Business ist. Sondern weil sie jeden Abend eine Stunde damit verbracht hat, Posts umzuformulieren. Das hat aufgehört, sobald der Agent lief.

Dein erster Agent in drei Schritten

Du brauchst ein Konto bei Claude (claude.ai). Kostenlos. Kein technisches Vorwissen. Kein Setup.

Schritt 1: Definiere die Aufgabe in einem Satz.

Nicht in zehn Sätzen. Einem. Beispiel: "Mein Email Agent beantwortet Anfragen von Interessenten in meiner Stimme, auf Deutsch, ohne Floskeln, in maximal fünf Sätzen." Das ist dein Kommandobefehl.

Schritt 2: Schreib die Rollenbeschreibung.

Öffne Claude. Starte einen neuen Chat. Schreib zuerst, bevor du irgendetwas anderes tust, wer dieser Mitarbeiter ist.

Beispiel: "Du bist mein Email Assistent. Ich bin [Name], ich arbeite als [Beruf]. Meine Kunden stellen mir Fragen per Email zu [Thema]. Deine Aufgabe: Lies die Email die ich dir schicke und schreib eine Antwort in meiner Stimme. Warm, direkt, ohne Floskeln. Maximal fünf Sätze. Stell eine Rückfrage wenn dir Kontext fehlt. Warte auf die erste Email."

Das dauert zehn Minuten. Und das ist dein erster Agent.

Schritt 3: Test. Korrigiere. Speichere.

Schick ihm eine Beispiel-Email. Schau die Antwort an. Wo stimmt der Ton nicht? Korrigiere die Rollenbeschreibung. Das ist der Schritt, den die meisten überspringen. Und genau deshalb sagen sie danach: "Mein Agent funktioniert nicht." Er funktioniert. Er hat nur falsche Befehle bekommen. Das kennt jeder Kommandant. Wenn ein Soldat den falschen Weg geht, schaut der Kommandant zuerst seinen eigenen Befehl an.

Was danach passiert

Jasmina Attia hatte wochenlang keine Zeit. Sie war erschöpft. Ihr Business lief, aber immer mit ihr als ständige Engstelle. An einem Abend hat sie ihren ersten Social Media Agenten aufgebaut. Einen Email Agenten dazu. Und dann geschaut was passiert.

Sie hat mir später geschrieben: "Ich habe in Wirklichkeit keine Zeit gehabt. Aber die Agents haben unglaublich viel für uns getan."

12'000 Views. Mit einem System, das ohne sie läuft. Das ist kein Zufall. Das ist ein System.

20 Agenten laufen täglich für mich. Ich habe mit 712 YouTube-Abonnenten CHF 489'482 Umsatz gemacht. Das passiert nicht weil ich besonders talentiert bin oder weil ich eine grosse Audience habe. Das passiert, weil kein Agent bei mir wartet bis ich Zeit habe.

Mein Agent schläft nicht. Ich schon.

Warum ich Claude und nicht ChatGPT für diese Agenten nutze, erkläre ich im Vergleichspost: Claude vs ChatGPT: Was mich 3 Jahre beim falschen Tool wirklich gekostet haben.

Häufige Fragen aus Community-Calls

Kann ich KI Agenten erstellen ohne Programmierwissen?
Ja. Ich war Legastheniker und hatte ADHS. Die Schule hat mir erklärt, ich sei zu langsam. Kein Agent braucht Code. Er braucht einen klar formulierten Auftrag. Wenn du jemandem erklären kannst wie er eine Aufgabe erledigen soll, kannst du einen Agenten bauen.

Welche KI nehme ich für meinen ersten Agenten?
Claude von Anthropic. Nicht weil es das einzige Tool ist, sondern weil ich es seit Jahren täglich nutze und ich helfen kann wenn etwas schiefläuft. Im Zweifel gilt: Nimm das, was ich nehme, bis du einen eigenen Grund hast zu wechseln.

Wie lange bis der erste Agent nützlich ist?
30 Minuten für den ersten Entwurf. Eine Woche bis er gut ist. Der Agent wird nicht besser weil die KI besser wird. Er wird besser weil du lernst, wie du ihn befehligst.

Was wenn mein Agent Fehler macht?
Korrigiere den Auftrag, nicht den Agenten. In 90% der Fälle liegt die Lösung in der Rollenbeschreibung. Unklare Befehle erzeugen komische Ergebnisse. Präzise Befehle erzeugen präzise Ergebnisse.

Ich habe schon einen Agenten gebaut, aber er macht komische Sachen. Was jetzt?
Willkommen im echten Einsatz. Das ist normal und kein Zeichen dafür, dass du es falsch gemacht hast. Schick mir in der Community eine Nachricht. Wir schauen zusammen drauf.

Kann ich mit einem KI Agenten Geld verdienen?
Ja. Nicht indem du ihm sagst "Verdiene mir Geld", sondern indem du ihm Aufgaben gibst, die bisher deine Zeit gekostet haben. Was machst du in einer Stunde, wenn dein Agent die Emails beantwortet? Diese Stunde ist das Geld.


Das ist der erste Schritt. Kein Kurs. Kein Zertifikat. Ein Agent, der täglich für dich arbeitet, während du dich um die Dinge kümmerst, die dein Business weiterbringen.

Wenn du live sehen willst, wie ich diesen Prozess für verschiedene Businesses umsetze, und wenn du beim nächsten Agenten dabei sein willst: alexhurschler.ch/community. CHF 97 im Monat. Kein Selbststudium. Ich zeige auf meinem Bildschirm.

Alex

Jeden Freitag eine KI-Idee.
60 Sekunden. Direkt umsetzbar.

Kein Tutorial. Kein Tool-Dump. Nur das, was ich diese Woche selbst gemacht hab