Kunden gewinnen mit KI: 40 Mails am Tag an alte Kontakte
Oct 30, 2026"Statt mit dem Clanker rumzuspammen, einfach nur eklig." Das war der erste Hasskommentar unter meinem Video, in dem ich zeige, wie ich jeden Tag 40 Mails verschicke. Ich habe die Zeile zweimal gelesen und dann ruhig geantwortet. Denn in einem Punkt hat die Person recht: Spam nervt, mich auch.
Du hast Wissen, du hattest schon Kunden, und trotzdem bucht gerade niemand? Dann suchst du vermutlich neue Kunden, so wie ich lange. Heute schreibe ich Menschen an, die schon einmal bei mir waren, und das ist das Gegenteil von Spam. Kunden gewinnen mit KI heisst nicht, Fremde mit Massenmails zu überfluten, sondern jeden Tag ein paar Menschen persönlich anzuschreiben, die dich schon kennen, mit einer KI, die sich an jede gemeinsame Geschichte erinnert. In diesem Beitrag zeige ich dir, wie ich das in rund 20 Minuten am Morgen mache, oft noch im Bett.
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Warum brauchst du keine neuen Kunden, um Kunden zu gewinnen?
Weil deine nächsten Kunden schon in deinem Handy, in deinem Mailprogramm und in alten Ordnern auf deinem Computer stehen. Diese Menschen kennen dich und vertrauen dir. Ihre Mailadresse haben die meisten nie geändert, ihre Handynummer auch nicht. Neue Kunden zu suchen kostet Monate. Alte Kontakte persönlich anzuschreiben kostet einen Morgen.
Stell dir einen Sonntagabend vor. Du hast die ganze Woche gepostet, ein paar Likes sind gekommen, und im Posteingang steht nichts. Du denkst: Ich brauche mehr Reichweite, mehr Follower, neue Kunden. Also machst du am Montag weiter wie bisher, und dein Geschäft läuft nur so lange, wie du jeden Tag nachschiebst. Genau so habe ich lange gearbeitet. Ich habe gewartet, bis sich Menschen von selbst anmelden.
Dann habe ich meine KI an meine alte Kontaktliste auf dem Mac gelassen. Das ist der Militärmensch in mir: Ich hatte dort über Jahre Gruppen angelegt, lange bevor ich wusste, was ein CRM ist. Teilnehmer meines ersten Live Webinars über 30 Tage, Buchläden, ehemalige Schüler, Newsletter Abonnenten. Zu jedem Namen eine Mailadresse, oft eine Telefonnummer. Die KI hat alles ausgelesen, dazu meine alten Ordner mit Kundenprojekten, und daraus eine Liste gebaut. Rund 2000 Menschen, manche kennen mich seit 2012.
Wenn ich mir ein fremdes Geschäft anschaue, stelle ich zuerst eine Frage: Wie viele Menschen haben dir schon einmal Geld oder Vertrauen gegeben, und wann hast du ihnen zuletzt geschrieben? Fast jeder hat hier zuerst die falsche Antwort. Ich auch. Du brauchst übrigens keine 2000. Zehn, fünfzig oder hundert Menschen reichen für den Anfang. Ich gehe dabei nach einem Prinzip vor, das ich bei Alex Hormozi gelernt und auf den Schweizer Markt angepasst habe: zuerst die warmen Kontakte, dann alles andere.
Was ist aus 85 Mails an alte Kontakte entstanden?
In zwei Tagen gingen 85 Mails an ehemalige Kunden und 24 WhatsApp Nachrichten an Menschen, die mein Buch gekauft haben. Über 20 Menschen haben geantwortet. Vier Gespräche standen danach fest im Kalender, zwei weitere waren in der Terminabstimmung. Kein einziger dieser Menschen war neu. Alle kannten mich schon.
Den Montag, 5. Oktober, habe ich mir von meiner KI aufschlüsseln lassen, ohne Namen. 47 Mails sind rausgegangen, davon 30 Erstkontakte an ehemalige Kunden und 17 Nachfassmails. Dazu 12 WhatsApp Nachrichten an Buchleser. Vier Menschen haben per Mail zurückgeschrieben, acht per WhatsApp. Drei Adressen existierten nicht mehr. Und während ich das Video dazu aufnahm, kam die nächste Antwort rein: "Yes, Alex, gerne morgen um 9 Uhr."
Wie meine ich das mit dem Geld genau? Am 1. Oktober hatte ich entschieden, meine alten Kontakte anzuschreiben. Am 8. Oktober liefen die ersten Gespräche. Am 13. Oktober haben zwei Kundinnen am selben Tag gekauft, eine davon vier Stunden nachdem sie den Zahlungslink per Mail bekommen hatte. In dieser Woche kamen CHF 5'551 zusammen, mit rund 800 Abonnenten auf YouTube. Davor hatte ich drei Wochen lang keinen einzigen Kauf.
Ich zeige dir den ganzen Ablauf im Video, direkt am Bildschirm:
Wenn du es lieber siehst statt liest, hier ist das Video auf YouTube.
Wie verbinde ich meine KI mit Gmail und Kalender?
In Claude gehst du in die Einstellungen, öffnest die Konnektoren und fügst Gmail und Google Kalender hinzu. Einmal anmelden, und die Verbindung steht. Mit ChatGPT geht das ähnlich. Danach kann deine KI Mails lesen, Entwürfe schreiben und Termine sehen. Welches Werkzeug du nimmst, spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass deine KI Zugriff auf dein Postfach und auf dein Gedächtnis hat.
Schritt 1: Die Konnektoren einrichten.
Am PC klickst du unten links auf deinen Namen, dann auf Einstellungen und Konnektoren. Unter Entdecken suchst du deinen Anbieter, klickst auf das Plus und meldest dich an. Wird es grün, ist die Verbindung da. Ich nutze Gmail und Google Kalender, Google Drive nur ab und zu.
Übrigens bin ich ein Apple Mensch, seit es das iPhone gibt. Ich wollte nie wechseln. Und trotzdem bin ich für Mail und Kalender zu Google gegangen, weil meine KI dort direkt zugreifen kann. Ohne diesen Wechsel hätte ich das vom Bett aus nie machen können. Den Apple Kalender spiegle ich, anschauen kann ich dort alles. Arbeiten tut die KI im Google Kalender.
Schritt 2: Ein Ordner als Gedächtnis.
Die KI braucht einen Ort, an dem steht, wer wann was mit dir gemacht hat. Bei mir ist das ein Ordner mit Kundenliste, Notizen und Regeln. Ich nenne ihn mein Brain. Ohne diesen Ordner weiss die KI morgen nicht mehr, wen sie heute angeschrieben hat.
Schritt 3: Labels für jede Antwort.
Meine KI ordnet jede Antwort ein: Lead Kontakt, Call und Angebot, Kunde, Support, Finanzen. So sehe ich mit einem Klick, wo jemand steht. Wie ich Mail, Kalender und den Rest meines Alltags an die KI abgebe, steht im Beitrag KI im Büro: 20 Stunden pro Woche zurück.
Warum schreibe ich nur 40 Menschen pro Tag an?
Weil Mailanbieter mitzählen. Schreibst du hundert Menschen auf einmal an und kaum jemand reagiert, stuft der Anbieter deine Adresse als verdächtig ein. Danach landen deine Mails im Spam, im schlimmsten Fall jede einzelne. Ich habe recherchiert und mir für mein Gmail eine feste Grenze gesetzt: 40 neue Menschen am Tag, nicht mehr.
40 am Tag klingt wenig. An fünf Tagen sind das 200 Menschen, und deine Adresse bleibt sauber. Dazu kommt das Nachfassen. Wer nicht antwortet, bekommt ein paar Tage später eine zweite, kurze Mail. Ohne Nachfassen bleibt die Arbeit halb gemacht, und genau das vergessen die meisten, wenn sie es von Hand machen.
Ein neuer Mitarbeiter im Büro fragt am ersten Morgen, wen er heute anrufen soll. Mein KI Mitarbeiter Carl fragt nicht. Er liest die Liste, sieht, wer gestern geantwortet hat, und sagt mir, wer heute neu dran ist und bei wem wir nachfassen. Wie viele Erstkontakte, wie viele zweite Runden, was auf WhatsApp läuft. Er weiss es, weil es in meinem Ordner steht.
Was steht in einer Mail, auf die alte Kunden antworten?
Eine persönliche Erinnerung an das, was ihr zusammen erlebt habt, und eine offene Frage. Kein Angebot, kein Rabatt, kein Link zum Kaufen. Die Mail kommt von deiner eigenen Adresse, nicht aus einem Newsletterprogramm. Darum wird sie geöffnet, und darum antworten die Menschen. Auf meine Newsletter antworten nie so viele.
Viele fragen ChatGPT: Schreib mir eine Akquisemail. Heraus kommt ein glatter Text, der nach Werbung klingt, weil der Chatbot deine Kunden nicht kennt. Du hast einen Chatbot, ich habe einen Mitarbeiter, und das ist hier der ganze Unterschied. Carl weiss, dass jemand vor Jahren in meinem ersten Live Webinar sass oder mein Buch gekauft hat. Diese Geschichte steht in der Mail, in meinen Worten.
Was am besten funktioniert, hat Carl aus den Antworten herausgelesen. Ein ehrliches "lange her" und dazu die Frage "Läuft dein Leben heute so, wie du es dir vorgestellt hast?" lösen lange, offene Antworten aus. Die Frage öffnet, sie verkauft nicht. Viele schreiben zurück: "Wie geht es dir? Was machst du heute?" Das ist die Tür, um in einem Satz zu erzählen, was du heute machst. Und zwar mit dem Ergebnis, nicht mit dem Werkzeug. Meine Prüffrage für jeden Satz: Würde er auch ohne das Wort KI verkaufen?
Eine frühere Teilnehmerin hat mir zurückgeschrieben: "Ich weiss natürlich, dass du mir was verkaufen möchtest, und trotzdem habe ich mich sehr gefreut darüber!" Das ist für mich der Kern. Menschen merken, dass du etwas anbietest. Das ist in Ordnung, solange die Mail ehrlich ist und von dir kommt. Spam ist eine Mail an jemanden, der dich nicht kennt, mit einem Text, der nicht für ihn geschrieben ist. Eine persönliche Mail an einen Menschen, mit dem du etwas erlebt hast, ist das Gegenteil.
Wie behalte ich die Kontrolle, wenn die KI Mails schreibt?
Die KI schreibt Entwürfe, ich lese drüber und gebe den Befehl zum Senden. Ein einziges Wort genügt, nämlich schick, und ohne dieses Wort geht nichts raus. Im Militär ist das nicht anders: Der Auftrag kommt von oben, und die Kontrolle bleibt oben. Ich nenne das die drei K, Kommandieren, Kontrollieren, Korrigieren.
Das habe ich hart gelernt. Einmal hat meine KI selbständig Mails verschickt, während ich in einem Parkhaus stand, und Kontakten mehr versprochen, als ich halten wollte. Seitdem gilt eine Regel in meinem Ordner: zuerst der Entwurf, dann mein Wort. Warum diese eine Regel so viel ausmacht, erkläre ich im Beitrag KI Agenten kontrollieren, bevor sie senden.
Heute sieht mein Morgen so aus. Ich liege noch im Bett, nehme das Handy und spreche: "Hey Carl, lies die Liste. Wen schreiben wir heute neu an? Mach mir zuerst die Entwürfe." Ich überfliege die ersten, sie passen, und ich sage: "Schick." Früher hätte mich das einen halben Tag gekostet, wenn ich es überhaupt gemacht hätte. Heute sind es rund 20 Minuten, im Bett, im Zug oder beim Fischen. Mein KI Mitarbeiter schläft nicht. Ich schon.
Genau so läuft bei mir auch der Content, zum Beispiel bei Social Media mit einem KI Mitarbeiter in Claude. Im Militär habe ich gelernt: Wer keinen klaren Auftrag gibt, bekommt Zufall. Bei Mails ist es genauso. Mit einem klaren Auftrag, einer festen Grenze und deinem letzten Wort wird aus deiner alten Kontaktliste ein Kalender voller Gespräche.
Und du? Wie viele Menschen in deinem Handy haben schon einmal bei dir gekauft, und wann hast du ihnen zuletzt geschrieben?
Nicht Hoffnung. System.
Häufig gestellte Fragen
Ist es Spam, alte Kunden mit KI anzuschreiben?
Nein, solange du Menschen anschreibst, die dich kennen, und jede Mail persönlich ist. Spam ist eine Massenmail an Fremde mit einem Text, der für niemanden geschrieben ist. Wenn deine KI die gemeinsame Geschichte kennt, eine offene Frage stellt und du jede Mail vor dem Senden freigibst, ist das eine persönliche Nachricht von dir. Wer nichts mehr hören will, wird sofort von der Liste genommen.
Wie viele Mails kann ich pro Tag verschicken, ohne im Spam zu landen?
Gmail erlaubt technisch mehr. Für deinen Ruf als Absender zählt aber, wie viele Empfänger reagieren. Ich habe mir deshalb eine feste Grenze von 40 neuen Menschen pro Tag gesetzt, dazu kommen Nachfassmails an Menschen, die schon angeschrieben sind. So bleibt meine Adresse sauber, und die Antworten kommen über die ganze Woche verteilt.
Brauche ich ein CRM, um alte Kunden zu reaktivieren?
Nein. Meine Liste stammt aus der Kontaktliste auf meinem Mac und aus alten Ordnern. Die KI hat sie ausgelesen und in einer Tabelle gesammelt. Ich habe früher für Salesforce bezahlt und gemerkt, dass ich mich mehr mit dem Programm beschäftige als mit meinen Kunden. Ein Ordner mit Liste, Notizen und Regeln reicht für den Anfang.
Funktioniert das auch mit ChatGPT statt Claude?
Ja. Ich nutze aktuell Claude, aber das Prinzip ist dasselbe. Du brauchst eine KI, die mit deinem Mailprogramm verbunden ist, und einen Ordner, in dem deine Kunden und deine Regeln stehen. Das Werkzeug ist austauschbar. Wichtig ist, dass deine KI deine Kunden kennt und ohne dein Wort keine Mail verschickt.
Was, wenn ich nur wenige alte Kontakte habe?
Dann fängst du mit diesen an. Zehn Menschen, die dich kennen, sind mehr wert als tausend Fremde. Schau in dein Handy, in WhatsApp, in alte Rechnungen und Kursteilnehmerlisten. Bei fast allen, mit denen ich das gemacht habe, kamen schnell mehrere hundert Kontakte zusammen. Es gibt keine blöden Fragen. Du kannst alles fragen, was du willst.
Dein nächster Schritt
Die 40 Mails sind nicht das Geheimnis. Das Geheimnis ist der Ordner dahinter, in dem deine KI deine Kunden, deine Geschichte und deine Regeln findet. Ohne ihn schreibt sie Werbung. Mit ihm schreibt sie wie du.
Schritt 1 heisst Agent Builder Basic und kostet CHF 67 einmalig. Du lädst den Ordner, beantwortest zehn Fragen, und noch heute Abend arbeitet dein erster KI Mitarbeiter. Das machen wir gemeinsam.
Du willst lieber, dass ich mir dein Business und deine Kontakte anschaue? Buch dir ein kostenloses Erstgespräch, 30 Minuten am Telefon.
Zuletzt aktualisiert: 26. Oktober 2026
Alex
Jeden Freitag eine KI-Idee.
60 Sekunden. Direkt umsetzbar.
Kein Tutorial. Kein Tool-Dump. Nur das, was ich diese Woche selbst gemacht habe.
